Wer die Detmolder Straße entlangfährt, ahnt kaum, dass sich hinter der Hausnummer 196a ein kleines Schatzkästchen des Handwerks verbirgt. Seit nunmehr zehn Jahren zeigt das Friseurmuseum von Innungsfriseur Thomas Martinschledde, wie viel Geschichte, Erfindergeist und Leidenschaft in seinem Beruf steckt. Was als persönliche Sammlung begann, ist heute ein in NRW einzigartiges Museum – gemacht von einem Handwerker, der seine Innung und sein Metier lebt.
Zum Jubiläum gratulierten zahlreiche Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, Bezirksbürgermeister Frederik Suchla, Handwerkskammerpräsident Peter Eul, der Obermeister der Friseur-Innung Bielefeld Markus Turri mit Stellvertreterin Bettina Niese sowie Franz Schaible von der Sozial-Aktien-Gesellschaft Bielefeld. Sie alle würdigten das besondere Engagement eines Innungsmitglieds, das mit Herzblut zeigt, wie lebendig Handwerksgeschichte sein kann.
Thomas Martinschledde hat in langer, detailverliebter Kleinarbeit ein Museum erschaffen, das aus rund 45 Quadratmetern ein echtes Erlebnis macht. Von historischen Werkzeugen über rare Sammlerstücke bis hin zu kuriosen Fundstücken aus dem In- und Ausland – jedes Exponat erzählt eine eigene Geschichte. Und wenn Martinschledde selbst ins Schwärmen kommt, wird schnell deutlich, wie viel Freude, Anekdoten und Erinnerungen in diesem kleinen Haus stecken. Sein Motto lautet nicht umsonst: „Ab heute wird nichts mehr weggeschmissen.“
Das Friseurmuseum wächst weiter – und mit ihm die Vision, eines Tages vielleicht sogar ein großes „Handwerkermuseum“ im Ravensberger Park zu etablieren. Eine Idee, die Bielefeld und seinen Bürgerinnen und Bürgern sicher gut zu Gesicht stehen würde.
Führungen im Friseurmuseum können direkt mit Thomas Martinschledde vereinbart werden: 0170 283 8290.






















Bild: MDM / Kreishandwerkerschaft
Bild: kompetenzz | Björn Gaus




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